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Passiv oder Aktivantenne ?

DVBT und DAB
einfach erklärt...
Was sind Passiv- und Aktivantennen:

Eine Passivantenne ist nichts weiter wie eine längliche Metallfläche oder ein Stück Draht, mit bestimmten, optimalen Abmessungen für den entsprechenden Frequenzbereich. Ein zu langer oder zu kurzer Strahler bringt Empfangsverluste. D.h. die Länge/Abmessungen müssen der Frequenzen angepasst sein. Es gibt auch verkürzte Passivstrahler, allerdings mit einer zusätzlichen Induktivität (Spule), zwecks Frequenzanpassung.
Im DVBT-Frequenzbereich werden vorwiegend Längsstrahler mit ca. 12 - 18cm Länge verwendet. Passive Stab DVBT-Antennen haben in der Regel keinen Leistungsgewinn. Hinzu kommt noch Kabel, Stecker usw., was die Empfangsleistung weiter drosselt. Ausnahme bilden Richtantennen mit mehreren Einzelstrahlern, die auf Grund ihrer Abmessungen aber vorwiegend im Außenbereich Verwendung finden.                                                         
Aktivantennen bestehen grundsätzlich aus 2 Komponenten. Einer passiven Empfangsantenne und einen Verstärker.  
Verschiedene Hersteller nutzen dieses Prinzip und beschränken sich aus Entwicklungs- und Kostengründen nur auf eine einfache Passivantenne mit zusätzlichen Verstärker, was zusammen als Aktivantenne angeboten wird.   
Andere Hersteller verbauen den passiven Empfangsstrahler zusammen mit dem Verstärker in ein Gehäuse, als kompakte Aktivantenne. Beides hat Vor- und Nachteile.  
Man benötigt dafür noch eine zusätzliche Stromversorgung (Netzteil oder USB) oder eine Stromweiche und Verbindungskabel, was alles recht umständlich und unhandlich macht. Besonders die oft dicken und halbstarren Kabel bringen Probleme bei der Aufstellung und Standfestigkeit der Aktivantenne. Ein nachgeschalteter Verstärker kann das Empfangssignal des Passivstrahlers wesentlich erhöhen/verstärken. D.h. aber nicht, das Aktivantennen unbedingt leistungsstärker sind wie gute Passiv-Antennen.
Entscheidend ist die Konstruktion der Verstärkerschaltung. Da ein Verstärker nicht nur das Antennensignal verstärkt sondern viele zusätzlichen negativen Dinge im gleichen Verhältnis, ist das richtige Schaltungskonzept ausschlaggebend für eine optimale Signalverstärkung.
Viele Hersteller von DVBT-Aktivantennen verwenden aus Kostengründen einfache, meist breitbandige Schaltungen, die nur eine grobe, einfache DVBT-Frequenzanpassung haben und oft auch mit billigen Halbleitern, welche im Frequenzbereich nicht optimal arbeiten. Über 20 Parameter beeinflussen die Signalqualität eines Verstärkers. Leistungsgewinne von 20 - 30dB sind zwar möglich, was aber nichts bringt, wenn die Negativeffekte genauso verstärkt werden, wie das Nutzsignal. Deshalb funktionieren manchmal gute Passivantennen besser wie aktive. Die Verstärkerschaltung einer Aktivantenne hat entscheidenden Einfluss auf die Empfangsempfindlichkeit und Reichweite.
  
Vorteil einer guten Aktivantenne ist die tatsächlich höhere Anzahl der empfangenen Sender/Kanäle, die Aufstellung in horizontaler oder vertikaler Empfangsrichtung, leichtes flexibles Kabel und einfaches Handling.
 
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